Rosa Luxemburg ist der Focus dieser Zeitmontage aus analytischen und erzählenden Beiträgen, Zitaten, Briefen, Fotos, Karikaturen und Dokumente zu Geschichte, Politik, Wissenschaft und Alltag zwischen Pariser Commune und Weimarer Republik und zu ihrem persönlichen Leben als alleinstehende Frau, als Doktorandin und Redakteurin, als widerspenstige Kämpferin und glänzende Rednerin, als poetische und scharfzüngige Briefeschreiberin, Natur- und Kunstliebhaberin, Liebende und Geliebte, Freundin und Hassende. Es geht um sie und um die Welt, die sie mit geprägt hat: um die internationale Arbeiterbewegung und die marxistische Theorie, um die Altväter der SPD und die Genossin Clara Zetkin, um Spartakusbund und KPD; um die Anfänge des Frauenstudiums und die Gebärstreikdebatte; um das jüdische Kulturleben in Polen und den Kampf gegen den Zarismus; um Gefängnisse, Krieg, russische Oktober- und deutsche Novemberrevolution, um Reaktion und politischen Mord. Und um ihre erstaunliche Wirkung bis heute: um die widersprüchliche Rezeption ihrer Person in der Neuen Frauenbewegung, in italienischen Theaterstücken, in der DDR und in bundesdeutschen Briefmarken, Schulen, Filmrezensionen – und bei jeder Art von Andersdenkenden.
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