Dieses Buch soll keine Kritik, sondern eine Chronik der APO sein. Ich möchte mich daher auf einen Bericht über meine Arbeit und ihre photographischen Aspekte beschränken, und mich weiter ausschweigen über die Fragen, die ich damals kaum beantworten konnte, heute vielleicht beantworten kann.
So zum Beispiel: warum die Massen sich uns nicht anschlossen, obwohl wir doch »massenhaft« demonstrierten (Wortspiele hält man ja manchmal für Einsichten).
So zum Beispiel: ob die Studenten, die Mitte der Sechziger Jahre »Heraus aus dem Elfenbeinturm« zur Parole gemacht hatten (ich, indem ich mich exmatrikulieren ließ, mit ihnen), die alten Elfenbeintürme nicht nur stehen ließen, sondern sich sogar neue gebaut haben.
So zum Beispiel: ob die APO nicht vielleicht doch im wesentlichen ein Aufstand einer privilegierten Minderheit war, oder doch dazu durch die Trittbrettfahrer gemacht wurde.
Immerhin: die APO-Generation von 1966 bis 1969 hat wichtige Teile ihrer Revolte selbst gemacht und sie nicht nur gefordert und delegiert.
Eine der Wirkungen der APO-Generation – die sich ja auch auf ältere Generationen erstreckten – beruht sicher darauf, daß sie sich Freiheiten herausnahm, die sich die Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegs-Generationen bestenfalls als Traum gestattet hatten.
| Jahr | Seiten | Format | ASIN |
| 1980 | 168 | Softcover, Groß | B00509LQ0O |


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